Schnelle, einfache glutenfreie Brötchen für jeden Tag

Schnelle, einfache glutenfreie Brötchen für jeden Tag

Brötchen über Nacht

Das Brötchen Gefühl

Kennt ihr das Gefühl wenn es sonntags nach frischen Brötchen duftet? Schon vor der Bäckerei strömt der Duft in die Nase und verteilt sich blitzschnell im ganzen Haus, sobald die Brötchentüte geöffnet wird. “Nur mal eben schnuppern!“ So oder so ähnlich haben wir Menschen mit Zöliakie vermutlich schon oft verlauten lassen. Zumindest geht es mir so, wenn mein Freund am Wochenende für sich frische Brötchen kauft. Gleichzeitig macht sich aber auch das Gefühl von Frustration breit, und auch ein wenig Wehmut an die Zeit, in der man an diesem Genuss noch teilhaben konnte. Normalerweise fokussieren ich mich nicht auf die negativen Seiten der Zöliakie, sondern denke an den Gewinn für meine Gesundheit. Doch manchmal fällt es dann eben doch schwer positiv zu bleiben. In meinem Fall ist es bei den Brötchen so, denn die verbinde ich mit einem gemütlichen Sonntagsfrühstück zu Hause mit meiner Familie.

Glutenfreie Brötchen ohne Mehlmix – kann das schmecken?

Dass ich kein großer Fan von fertigen glutenfreien Mehlmixen bin, hat sich vermutlich schon herumgesprochen. Und auch wenn ihr mit meinen Rezepten bisher nicht vertraut wart, werdet ihr beim durchsehen meines Blogs schnell merken, dass ich nur in den seltensten fällen auf fertige Mehlmischungen zurückgreife. Die Mischungen sind nicht per se schlecht, enthalten aber große Anteile an einfacher Stärke und wenig vollwertige Zutaten. Da wir Zölis besonders auf unsere Nährstoffzufuhr achten müssen, erscheinen mir diese Mischungen für den Alltag als wenig geeignet. Hier und da kommen sie natürlich aber auch bei mir zum Einsatz, beispielsweise wenn ich Nudeln selbst herstelle. Für diese Brötchen habe ich mich für eine Kombination aus Maniokmehl, Buchweizenmehl und Reismehl entschieden. Der Star ist definitiv das Maniokmehl! Es enthält die gute resistente Stärke, ist histaminarm, nussfrei, und besitzt hervorragende Backeigenschaften. Der Geschmack ist leicht nussig, aber nicht so stark wie bei Buchweizenmehl. Im Gegensatz zu Tapiokastärke wird Maniok Mehl aus der gesamten Wurzel gemahlen. Unsere Brötchen werden durch den Mix der verschiedenen Mehle traumhaft schmecken. Ich empfehle das Maniokmehl von Ruut.

Backen mit der Über-Nacht-Methode

Ich bereite meine Semmeln gerne mit der Über-Nacht-Methode zu. Das ist simpel gesagt einfach eine lange Gehzeit. Am Vorabend mixt man alle Zutaten, deckt die Teigschüssel mit einem Küchentuch ab und lässt den Teig über Nacht bei Zimmertemperatur aufgehen. Am nächsten Morgen formt man lediglich noch die Brötchen, anschließend kommen sie in den Ofen und backen für 40 Minuten. Das spart ziemlich viel Zeit. Die Belohnung fürs Arbeiten: frische duftende Sonntags Brötchen!

Schnelle und einfache Brötchen für jeden Tag

diese leckeren Brötchen sind perfekt geeignet, um sie zum Frühstück zu essen, ein belegtes Brötchen für unterwegs zu machen, oder auch für das Sonntagsfrühstück. Die Zubereitung ist besonders einfach und intuitiv, es ist kein Vorteig erforderlich. Wenn gewünscht, kann das Rezept auch mit weniger Hefe zubereitet werden, der Teig muss dann längere Zeit – zum Beispiel über Nacht – im Kühlschrank gehen. Ich nutze gerne Trockenhefe und setze den Teig am Vorabend an, lasse ihn über Nacht bei Raumtemperatur aufgehen und backe die Brötchen dann am nächsten Morgen.
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Gericht: Brot
Land & Region: Deutschland
Keyword: backen, brot, brötchen, frühstück, gesundbacken, glutenfrei, milchfrei, semmeln, vegan
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Gehzeit: 2 Stunden
Portionen: 6 Brötchen
Autorin: Lena

Equipment

Zutaten

Anleitung

Teig

  • Hefe und Zucker im Wasser unter Rühren auflösen.
  • Mehle und Bindemittel (Xanthan, gemahlene Flohsamenschalen) in die Teigschüssel geben und gut verrühren, Salz ebenfalls hinzugeben.
  • Hefewasser in die Schüssel geben und mit einem Kochlöffel oder Teigspatel oder dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verkneten. Am Anfang scheint der Teig etwas zu weich zu sein, das gibt sich aber durch das Kneten meistens. Ansonsten noch etwas Reismehl zugeben.
  • Den Teig mit dem Küchentuch abdecken und bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Ich mache das immer über Nacht.

Brötchen formen

  • Den aufgegangen Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer bemehlten Fläche kurz durchkneten (vorsichtig! auf keinen Fall zu lang)
  • Den Teig wiegen und in 6 identisch schwere Stücke teilen.
  • Die Teigklumpen nun auf der bemehlten Fläche schleifen. Dazu die Hände leicht bemerken, die Hand ausstrecken und die Finger schließen. Die Hand umschließt den Teigklumpen, er liegt in der Handfläche. Nun mit kreisenden Bewegungen schleifen. Das klingt jetzt sehr kompliziert, ist aber eigentlich sehr einfach. Auf YouTube gibt es prima Videos dazu.
  • Die geschliffenen Brötchen nun mit etwas Wasser bepinseln und mit Hilfe eines Messers in der Mitte leicht einschneiden. Dann leicht auseinanderziehen (nach außen).
  • Die Brötchen auf dem Baguette Backblech platzieren und im Ofen bei 180°C Umluft für ca. 40 Minuten backen.

Notizen

Zubereitung mit weniger Hefe:
Der Teig gelingt auch mit nur ca. 4g Frischhefe. Dann muss er aber 24h im Kühlschrank gehen. Ist dann aber auch etwas bekömmlicher. 
Biohefe: Auch wenn ich sonst fast ausschließlich Bioprodukte verwende, greife ich bei Hefe auf konventionelle zurück. Leider geht Biohefe oft nicht optimal auf.

Falls Brötchen nicht so dein Fall sind, geht es hier zu einem köstlichen Baguette, oder hier zum ultimativen glutenfreien Sauerteigbrot. Wenn du Buchweizen liebst, dann schau dir dieses Rezept an. Viel Spaß beim Backen!

Die fertigen Brötchen
Folge:
Lena
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